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Krankenkassen steigern Marketingausgaben drastisch
02.07.2009
Berlin (ddp.djn). Die gesetzlichen Krankenkassen
haben seit Einführung des Gesundheitsfonds offenbar ihre
Marketingausgaben drastisch gesteigert. Das geht aus Zahlen des
Marktforschungsinstituts TMC Thomson Media Control hervor, wie die
“Berliner Zeitung” (Donnerstagausgabe) berichtet.
Die Barmer Ersatzkasse steigerte demnach im ersten Halbjahr 2009 ihre
Werbeausgaben um 83 Prozent im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr auf 3,96
Millionen Euro, die KKH-Allianz vervielfachte die Ausgaben gar von 293
000 Euro auf 2,44 Millionen Euro. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen
investierten 9,44 Millionen Euro in Werbung, 28 Prozent mehr als im
Vorjahreszeitraum. Die DAK gab 2,44 Millionen Euro (plus 36 Prozent)
aus. Zurückhaltend war dagegen die Techniker Krankenkasse mit einem
leichten Plus auf 879 424 Euro.
“Wir wollen zeigen, dass wir attraktiv sind”, begründete Thorsten
Jakob, Sprecher der Barmer, den Ausgabenanstieg. Unter den Bedingungen
des Gesundheitsfonds gehe es darum, sich als leistungsstarke
Krankenkasse zu positionieren. «Wir haben unsere Werbeaktivitäten auf
den Jahresanfang fokussiert”, sagte Jakob. “Die Ausgaben für das
Gesamtjahr bleiben im Vergleich zum Vorjahr
unverändert.”
Die KKH-Allianz begründete den massiven Ausgabenanstieg auch mit der
Einführung des neuen Unternehmensnamens, sagte eine Sprecherin. Sie
schränkte ein, dass die Mehrkosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
zudem von einem privaten Krankenversicherer getragen würden, mit dem die
KKH-Allianz kooperiere. Die Marketingausgaben der Betriebs- und
Innungskrankenkassen waren im ersten Halbjahr im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum rückläufig. Die Betriebskrankenkassen lancieren
derzeit aber gerade eine
Imagekampagne.
ddp/arh
